Scream 7 - Die Enttäuschung des Jahres? | #348
Kane und Mike nehmen sich Scream 7 vor und das Ergebnis ist eindeutig: die größte Enttäuschung des Jahres. Dabei fängt alles vielversprechend an. Das Intro im alten Woodsboro-Haus, das jetzt als True-Crime-Airbnb hergerichtet ist, liefert starke Bilder und einen soliden Opening Kill. Ghostface im Schattenspiel, das brennende Haus im Hintergrund, für einen kurzen Moment fühlt es sich nach echtem Scream an.
Dann geht es bergab. Kevin Williamson, der nach dem Abgang von Radio Silence und Christopher Landon selbst die Regie übernommen hat, liefert einen Film voller verschenkter Ansätze. Das KI- und Deepfake-Thema rund um Matthew Lillards Rückkehr als Stu hätte ein starkes Verwirrspiel werden können, stattdessen endet es in einer Auflösung, die Kane und Mike fassungslos zurücklässt: die Nachbarin und ein Pfleger aus der Psychiatrie. Keine Verbindung, kein Gewicht, keine Genugtuung.
Neve Campbell ist als Sidney Prescott zurück, bringt aber eine nervige Mutter-Tochter-Dynamik mit. Courteney Cox als Gale Weathers hat laut Mike und Kane schlicht nichts zu tun. Isabel May als Sidneys Tochter Tatum bleibt eine Charismafreie-Zone. Mindy und Chad, die Fan-Lieblinge aus Teil 5 und 6, werden komplett verheizt. Dazu kommt CGI, das beide an Scary Movie erinnert: ein Gesicht, das mit einem Boing abfällt, ein Zapfhahn-Kill, der nach Paint aussieht, und Kordeln aus dem Bauhaus.
Am Ende bleibt die Hoffnung auf einen achten Teil, der mit der Altlast aufräumt und endlich etwas Neues wagt. Kommerzielle Zahlen geben Scream recht, mit Teil 7 hat das Franchise die Milliarden-Dollar-Marke geknackt. Ob das reicht, um einen besseren Nachfolger zu rechtfertigen, diskutieren Kane und Mike am Ende der Folge.
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